Beherrscht von der zerklüfteten Bergkette Serra de Tramuntana, bilden Mallorcas Nordwestküste und ihr Hinterland einen spektakulären Gegenpol zum Massentourismus an der Küste. Der wird schon hinter Palma langsam dünner. Die schwindelerregende Kalksteinküste ist fast komplett unzugänglich. Die Dörfer bestehen größtenteils aus Naturstein – mal was anderes als Beton! Und das hohe, schroffe Landesinnere mit seinen Pinienwäldern, Olivenhainen und Wildblumen ist ein echtes Wanderparadies.
Die höchsten Gipfel konzentrieren sich auf die zentrale Bergkette. Der allerhöchste, Puig Major (1445 m), ist militärisches Sperrgebiet mit einer Fernmeldestation. Daneben ragt der Puig de Massanella (1365 m) auf. Oberirdisch fließt in dieser Ecke kaum Wasser, aber unter der Erde sprudeln Bäche zu den Terrassenfeldern der Küstendörfer.
Die Hauptstraße (Ma 10) startet in Andratx und folgt der Küste bis nach Pollenca. Die atemberaubend schöne Strecke ist ideal zum Radfahren. Im Frühjahr leuchten vor der braungraugrünen Bergkulisse bunte Farbtupfer von gelben Akazien, blutrotem Mohn und anderen Frühlingsblumen. Unterwegs laden jede Menge miradores (Aussichtspunkte) zum Zwischenstopp ein. Und an winzigen Buchten kann man ins Meer hüpfen.
VON ANDRATX NACH VALLDEMOSSA
Die Ma 10 klettert von Andratx aus die bewaldeten Hügel hoch, die einen Vorgeschmack auf die majestätische Serra de Tramuntana geben. Nach ca. 6 km ist zum ersten Mal das Meer von oben zu sehen. 3 km vor Estellencs sollte man sich einen Parkplatz gegenüber eine Restaurants suchen, um den Mirador de Ricardo Roca zu erklimmen, einen tollen Aussichtspunkt.
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