Finca Mallorca Urlaub in der Gemeinde Algaida auf der Trauminsel Mallorca
Die Gemeinde Algaida mit einer Fläche von 87,61 km2 und 4.943 Einwohnern (im Jahr 2008) grenzt an Palma, Santa Eugenia, Sencelles, Lloret und Montuiri.
Im Llibre de Repartiment von 1232 wird der Ort erstmals mit zwei Gehöften unter dem Namen Algaida erwähnt, was etymologisch „der Wald” bedeutet. Darüber hinaus findet sich die Erwähnung von drei Gehöften mit dem Namen Pina. Laut Coromines muss diese Ortsbezeichnung vom romanischen „Pinna” („Fels”) oder „Pinella” („Wasserspeicher”) herrühren. Beide sind möglich und entsprechen der geomorphologischen Realität des Geländes. Randa wird ebenfalls in demselben Buch mit dem Namen Arrenda genannt, der aus dem Arabischen kommt und „Lorbeer” bedeutet.
Die vortalayotischen Gräber am Puig de Son Reus sind die ersten archäologischen Überreste, die auf die Existenz des Menschen im Gebiet von Algaida hinweisen. Die Funde aus talayotischer Zeit (1400- 123 v. Chr.) sind relativ zahlreich und bedeutsam. Hier weisen wir besonders auf Sa Serra -Punxuat, Sa Casa Nova de Pina, can Feiet und Son Coll hin.
In maurischer Zeit bestand Algaida aus zwei Gehöften, die sich etwa an der Stelle befanden, die heute vom Ortskern und seiner nächsten Umgebung eingenommen wird. Anscheinend besaß jede Gemeinde eine Burg und die Burg des Az’de Muntuy erhob sich am Puig de Randa, wo sich heute die Gebäude des Sanktuariums Nostra Senyora de Cura befinden. Im Zuge der Aufteilung nach der katalanischen Eroberung wurde die Burg dem Templerorden zugesprochen.
Als große Hydraulikingenieure beschäftigten sich die Mauren intensiv mit dieser Aufgabe und schufen Bewässerungsgebiete, die für die Entwicklung der Landwirtschaft von erheblicher Bedeutung waren. In dieser Hinsicht ist Algaida die Gegend, in der die meisten Qanats zu finden sind, was sich durch die geringe Tiefe der Wasserläufe im Gebirgsmassiv von Randa erklärt. Der Qanaf von Son Reus de Randa ist mit einer unterirdischen Länge von 299,89 Metern der längste von Mallorca.
Nach der Eroberung durch die Katalanen erbauten die neuen Siedler rasch eine Kirche, da bereits 1249 in der Bulle des Papstes Innozenz IV. die Kirche von Castellitx erwähnt wird, heute eine der drei Wiederbesiedlungskirchen, die auf Mallorca erhalten sind. Ab dem ausgehenden 13. Jh. konzentrierte sich die vormals verstreut lebende Bevölkerung an verschiedenen Stellen und Algaida wurde zum Hauptort. Andere Orte wie Pina, Randa, Es Rafalet und Castellitx bewahrten einen Rest an Stammbevölkerung, der im Fall von Castellitx und Es Rafalet verschwand.
Vom 16. bis 18. Jh. setzte sich die Bevölkerung im Wesentlichen aus Tagelöhnern zusammen, die auf den Feldern anderer arbeiteten. Die wertvollsten Besitztümer waren Es Rafalet, Albenya, Punxuat, Castellitx, Formiguera (Son Mesquida) etc. Die Aufspaltung dieser Großgrundbesitze war von äußerster Bedeutung, weil sie die Entstehung vieler kleiner Eigentümer ermöglichte.
Vom Ende des 18. Jh. bis heute hat die Gemeinde in Bezug auf ihre demographische Struktur, Eigentumsverhältnisse, Wirtschaft, politische Macht, Mentalität und Ortsbild grundlegende Veränderungen durchlaufen.
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