Der vor allem von Engländern, zunehmend aber auch von preisbewussten Deutschen bevorzugte Badeort Santa Ponsa hat zwar unter den Bausünden zu leiden, die der Bucht vielstöckige Appartement- und Hotelblocks beschert haben, kann aber mit einem breiten gepflegten Sandstrand aufwarten, wie man ihn an dieser Küste nur selten findet. In einem kleinen Park an der von El Toro kommenden Hauptstraße liegt der Mirador de Foradada, von dem aus man einen Blick auf die kleinen vorgelagerten Inseln lila des Conills (Los Conejos) und Malgrats genießt. Leider sind die Treppen hinunter zum Wasser gesperrt. Biegt man ein Stück weiter von der Hauptstraße zur Halbinsel Sa Caleta ab, gelangt man entlang einer schönen Küstenstraße zum Creu de Montcada, einem Kreuz hoch über der Bucht, das an historische Tage erinnert. Am nahen Coll de sa Battalla (Schlachtenhügel) kam es am 12. September 1229, zwei Tage nach der Landung von König Jaume L, zum Gefecht mit den Arabern, wobei zwei der spanischen Hauptleute, die Brüder Montcada, fielen.
Wer im angrenzenden Villenort Costa de la Calma seinen Urlaub verbringt, sucht sicherlich eher die Ruhe eines Appartements oder ist begeisterter Tennisspieler, der die Vorzüge des hiesigen Tenniszentrums nutzt. Ein überzeugter Strandgänger findet hier nur einen Strand von bescheidenem Ausmaß, und auch sonst bietet der Ort kaum Abwechslung.
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