Ses Salines auf Mallorca
Schon seit der Römerzeit wurde hier Salz abgebaut. Heute ist Ses Salines („Die Salzfelder“) ein bescheidenes landwirtschaftliches Zentrum, dessen Hauptattraktion außerhalb des Dorfes selbst zu finden ist; eine ländliche Gegend, wo die Natur noch an erster Stelle steht – mit vielen tollen Wander- und Radwegen. Dass die Gegend so wunderbar unberührt geblieben ist, ist vor allem der Familie March zu verdanken. Ihnen gehört nämlich der größte possessió (Landgut) der Insel, Sa Vall, die 35 km² der ganzen Gemeinde ausmacht.
Direkt vor Ses Salines liegt der große Botaniactus, angeblich der größte botanische Garten Europas. Es bringt Spaß, hier zwischen über 1000 Arten mediterraner und exotischer Pflanzen sowie Sumpfgewächsen herumzuspazieren.
Er sich für die prähistorische Geschichte der Region interessiert biegt 1 km hinter Ses Salines (Richtung Colonia de Sant Jordi) am Schild nach Poblat Talaiòtic dels Antigors links ab. Diese archäologische Stätte liegt hinter dem Friedhof linker Hand an einer unbefestigten Straße. Es gibt kein Besucherzentrum, sondern nur verrostete, kaum leserliche Tafeln. Da ist Phantasie gefragt, um sich vorzustellen, dass die niedrigen Steinmauern früher zu den Häusern einer prähistorischen Siedlung gehörten.
Die Fernstraße MA6110 südlich von Llombards führt zum Cap de Ses Salines, einem superschönen Steilufer mit Leuchturm. Direkt am Kap gibt es nicht viel zu sehen, aber zu beiden Seiten erstrecken sich tolle Naturstrände, die zum Schutzgebiet Reserva Marina del Migjorn gehören. Die östlichen Strände zwängen sich zwischen die Küstenlippen, die sich zu atemberaubend hübschen kleinen Buchten wie der Caló des Màrmols, Stränden wie der Platja d`Almunia und Höhlen wie der Cova de Sa Plana öffnen. Sie alle sind durch einen zerklüfteten Küstenpfad miteinander verbunden.
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