Obschon die Paella mit vollem Namen Paella Valenciana heißt und damit eindeutig ihren festländischen Ursprung verrät, ist sie doch auch aus der mallorquinischen Gastronomie nicht wegzudenken. Zumindest gilt das für die meisten Restaurants, die von Touristen frequentiert werden. Egal, ob dort ansonsten die nationale Küche hochgehalten wird oder nicht. Denn die Ausländer erwarten nun mal in Spanien das Nationalgericht auf der Karte. Und deshalb zierte die Paellapfanne auch lange den Titel dieses Buches: sie ist nicht typisch für die lokale Kochkunst, aber durchaus für den kulinarischen Genuß während eines Mallorcaurlaubs. Eine wirklich gute Paella erhält man nur in Wenigen Restaurants. Genießen Sie eine Paella auch auf einer Mallorca Finca. Richtig zubereitet ist sie ein hervorragendes, aber ziemlich arbeitsintensives Gericht. Reis, Fleisch, Fisch, Muscheln und vielerlei Zutaten müssen nach entsprechender Vorarbeit in der großdimensionierten Paellapfanne – eigentlich – auf offenem Feuer gegart werden. Sehr preiswerten Paella-Angeboten sollte man daher misstrauen (eine Ausnahme mit Einschränkungen bildet in Palma der Celler Sa Premsa). Billigpaellas bestehen häufig aus wiederaufgewärmtem safrangelben Reis, der mit ein bißchen Hühnerfleisch und farblich kontrastierendem Gemüse versetzt wird. Obendrauf drapiert man einige Miesmuscheln und drei Gambas, und schon hat man eine wunderschöne Paella.