Das von den Briten schon früh entdeckte Port de Pollenca, das sich nur langsam von Fischerdorf und Sommerfrische für Einheimische zum Urlaubsziel für (seinerzeit!) gehobene touristische Ansprüche entwickelt hatte, ist eine gute Basis für aktive Mallorcaferien, auch für Urlaub mit Kindern eine erwägenswerte Wahl. Zwar verschwand das einstige Gentleman-Flair, aber die Atmosphäre ist nach wie vor angenehm. Dafür sorgten u.a. Verschönerungsmaßnahmen in der zentralen Strand- und Uferzone, der Ausbau der Anleger und die Vermeidung störender Betonpaläste im Ortsbereich. Nur zwei kleinere Hotels an der zentralen Promenade verfügen über mehr als 4 Stockwerke. Ein einziger Hotelklotz (Pollenca Park) liegt relativ unauffällig abseits der Küste.

6 km landeinwärts liegt mit Pollenca eines der attraktiveren Städtchen Mallorcas, vor den ersten Anhöhen der Sena Tramuntana mit der Mehrheit der Häuser noch in der Ebene. Seit eh und je existiert an der Placa das Mittelklasse-Hotel Juma. In den letzten Jahren sind mit dem gemütlichen La Posada de Lluc und dem etwas preisgünstigeren Son Sant Jordi zwei kleine ***/*Hotels hinzugekommen, beide eine erwägenswerte Wahl. Sicher wird man nicht gerade im Hochsommer im Binnenland logieren mögen. Zu anderen Zeiten indessen bietet Pollenca als Urlaubsort für weniger Küstenfixierte, die z.B. Golf spielen, wandern oder biken möchten, ein untouristisches mallorquinisch-internationales Ambiente. Denn in Pollenca selbst wie auch im weiten Umfeld leben Hunderte von Ausländern, darunter besonders viele Deutsche. Die Restaurant- und Kneipenszene ist überdurchschnittlich gut, ebenso das örtliche Shopping. Zum nächsten Strand fährt man nur 10 min (Cala Sant Vicenc oder Port de Pollenca). Eine Alternative also für alle, die zwar das »andere Mallorca«, aber nicht die Isolation eines Fincahotels wollen.